Die Beschaffenheit des Haars

Die Strukturbildung und der Wachstumszyklus des Haars sind ein faszinierender Prozess, den wir in diesem Beitrag mithilfe der wichtigsten Phasen in der Haarentwicklung näher beleuchten.

Das Haar in der Haut wird vom Haarfollikel oder der Haarwurzel hervorgebracht. Das Haar am Körper ist sehr unterschiedlich, und in einigen Regionen, wie z.B. den Augenlidern, ragen sie nicht über die Follikel, aus denen sie hervorgehen, hinaus.

Am Kopf bestimmt die Form oder der Durchmesser des Haarfollikels eines Menschen die verschiedenen Haartypen (siehe Bild Haardurchmesser). Ein runder Durchmesser z.B. bewirkt normalerweise glattes Haar, während ein ovaler oder flacher Durchmesser bandförmiges Haar, welliges oder lockiges Haar bewirkt. Das Profil des Haares wird von Form, Grösse und Verlauf des Follikels bestimmt.

Der Follikel ist eine Vertiefung der Hautschicht Epidermis in der Dermis. Im Querschnitt besteht dieser aus einer äusseren Dermalschicht und einer inneren Epidermisschicht. Der Ausgangspunkt des Haarfollikels bildet sich zur Papille aus, von der aus das Wachstum beginnt. Einige Zellen, die auf dieser Ebene vorkommen, enthalten die Pigmentkörnchen, welche dem Haar seine natürliche Farbe verleihen, und diese werden Melanozyten genannt. Dieser Bereich der Zellproduktion wird oft als Haarmatrix bezeichnet.

1. Kurz darüber, am oberen Ende des Haarbalgs, gibt es einen Bereich, der als Keratinisierungszone bekannt ist (siehe Bild Aufbau der Haarstruktur in der Kopfhaut). Hier wird das Keratin in die Zellen des Haares abgegeben, was das Haar letztendlich hart und trocken macht.

2. Der äussere Mantel der Haut ist wieder in drei einzelne Schichten unterteilt; die äusserste Schicht besteht aus einer dicken Schicht von Bindegewebe, in denen Blutgefässe und Nervenendigungen vorhanden sind. Die mittlere Schicht besteht aus einer kompakten Schicht spindelförmiger Zellen; die ganz innen liegende Schicht schliesslich ist fast wie eine Membran und sieht glasig aus.

3.
Die Papille ist eine kleine zapfenförmige Erhebung am Ausgangspunkt des Haarfollikels. Arterien und Venen, die über das Blut Nährstoffe herantragen und Abfallprodukte entfernen, sind direkt mit der Papille verbunden. Der Haarbalg umschliesst die Papille (siehe Bild Die Haarpapille).

Die Hautschicht der Epidermis umgibt das Haar selbst und wird Wurzelscheide genannt. Diese teilt sich auf in eine äussere Scheide und eine innere, die direkt an der feinen Schuppenschicht des Haares liegt (siehe Bild Hautschichten ausserhalb der Haarzwiebel). Die Zellen der inneren Scheide der Schuppenschicht sind nach unten gerichtet und passen sich ganz dicht an die nach oben gerichteten Schuppen der Schuppenschicht des Haares an. Die innere Wurzelscheide besteht aus zwei Schichten: der Huxley-Schicht, die aus verhornten, flachen Zellen mit Zellkern und der Henle-Schicht, die aus länglichen Zellen ohne sichtbare Zellkerne besteht.

Das Haar selbst hat einen Kern in der Mitte, die Medulla (siehe Bild Die Haarschichten) gennant wird. Diese liegt in der Haut in flüssiger Form vor und enthält oft Luftblasen. Um die Medulla herum liegt die Cortex, die aus länglichen Zellen besteht und die Hauptstruktur der Haarfasern bildet und für die Stärke im Haar sorgt. Pigmente liegen als winzige Körnchen in kleinen Lücken zwischen diesen Zellen. Da die Zellen der Kortex zur äusseren Schicht des Haares wandern, werden sie dünner und schuppenförmig und bilden so die Schuppenschicht des Haarschaftes.
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