Back to Basic: Künstliche Farbpigmente

Vorentwickelte Pigmente

Semi-permanente Haarfarben enthalten immer vorentwickelte Pigmente. Demi-permanente Farben hingegen enthalten eine Mischung aus vorentwickelten Pigmenten und noch unentwickelten Farbvorstufen (kleine farblose Moleküle, die tief in die Haarstruktur eindringen, bevor sie sich dort zu großen Farbmolekülen zusammenschließen, was als Polymerisation bezeichnet wird).

 

Permanente Farbe enthält einen hohen Anteil an Farbvorstufen zur Erzeugung von mehr Farbtonstabilität.

 

Wodurch sind semi-permanente Produkte, die Direktfarbstoffpigmente enthalten, gekennzeichnet?

  • Sie sind gebrauchsfertig und benötigen weder einen Oxidationsvorgang noch eine Entwicklerlotion
  • Der Färbeprozess wirkt sich nicht auf die Haarstruktur aus
  • Die Farbe verblasst allmählich – ein Auffrischen der Farbe ist nur notwendig wenn gewünscht
  • Das Produkt ist pH-neutral bis schwach sauer und schädigt deshalb das Haar nicht
  • Die bereits im Haar enthaltenen natürlichen Pigmente beeinflussen den endgültigen Farbton

Wodurch sind permanente Colorationsprodukte, die Farbvorstufen enthalten, gekennzeichnet?

  • Hier sind Oxidation oder Entwicklerlotion erforderlich
  • Außerdem benötigen sie eine gewisse Entwicklungszeit
  • Vor der Oxidation sind die Farbvorstufen farblose, gelöste Salzkristalle
  • Erst durch den von der Entwicklerlotion aufgebrachten Sauerstoff können sie gelbe, rote oder blaue Pigmente bilden
  • Durch Polymerisation entwickeln sie sich zu großen Partikeln in der Kortex des Haars
  • Das verleiht dauerhaften Farberhalt, weil die Farbvorstufen sich zu Pigmenten entwickeln, die dann in die Haarstruktur eingebettet sind
  • Diese neu entwickelten künstlichen Pigmente werden in verschiedenen Mengen miteinander kombiniert, so dass sich eine enorme Bandbreite möglicher Wunschfarben ergibt
  • Da sie nicht lichtdurchlässig sind, können sie sogar natürlich weißes Haar kaschieren