Sicher im Umgang mit Allergischen Reaktionen

Wir bieten unseren Kunden nur Produkte, deren Sicherheit, Wirksamkeit und Gesundheitsverträglichkeit eingehend geprüft worden ist. Aber auch bei gründlichster Prüfung eines Kosmetikproduktes lassen sich Unverträglichkeiten wie Kopfhautirritationen oder sogar allergische Reaktionen nicht völlig ausschließen.

Oft werden sämtliche Arten von unerwünschten Wirkungen fälschlich mit dem Begriff „Allergie“ bezeichnet. Bei den möglicherweise auftretenden Nebenwirkungen sind aber zwei wesentliche Kategorien zu unterscheiden: Hautreizungen und allergische Reaktionen. Tatsächlich besteht ein erheblicher Unterschied zwischen einer durch einen bestimmten Wirkstoff verursachten Hautreizung und einer Allergie gegen den Stoff. Beide Kategorien dieser unerwünschten Wirkungen können für Sie und Ihre Kunden problematisch sein, aber wenn Sie die Anzeichen einer solchen Nebenwirkung frühzeitig bemerken und wenn Sie wissen, was zu tun ist, sobald Symptome (der nachfolgend beschriebenen Art) auftreten, können Sie die Kunden davon überzeugen, dass Sie Ihr Handwerk verstehen. Deshalb gehen wir die Unterschiede zwischen allergischen Reaktionen und bloßen Hautreizungen in diesem Blog einmal mit Ihnen durch, so dass Sie unerwünschte Wirkungen nicht nur erkennen und darauf reagieren, sondern auch diverse Methoden anwenden können, um entsprechende Reaktionen von vornherein zu vermeiden.

Allergische Reaktionen
Ein Mensch, der auf einen bestimmten Wirkstoff allergisch reagiert, hat zuvor eine „Sensibilisierung“ im Hinblick auf diesen Wirkstoff erfahren. Dabei handelt es sich um eine ganz individuelle Reaktion auf bestimmte Allergene. Die Sensibilisierung bleibt meist das ganze Leben lang bestehen. Typische Zeichen sind dann Rötungen, Schwellungen, die Bildung von Ödemen (z. B. im Gesicht) und eher ein Jucken als ein Brennen der Haut. Der Zeitraum, bis sich die Symptome nach der Produktanwendung zeigen, kann sich von einigen Minuten („unmittelbare Überempfindlichkeitsreaktion“) bis hin zu ein oder sogar zwei Tagen („Kontaktallergie“ z. B. Reaktion auf Nickel in bestimmten Metallen) erstrecken. Im Allgemeinen sind Allergien gegen Produkte, die im Salon verwendet werden, selten, vor allem wenn man bedenkt, dass diese Produkte jeden Tag millionenfach verwendet werden. Wenn überhaupt, kommt es eventuell bei der Anwendung von Haarfärbemitteln zu allergischen Reaktionen.

Hautreizungen treten zwar häufiger als allergische Reaktionen auf, kommen aber auch nur recht selten vor. Eine Reaktion in Form einer Kopfhautirritation kann während oder kurz nach Anwendung eines Produkts auftreten. Typische Anzeichen einer solchen Reizung sind eine auf den Bereich der Produktanwendung beschränkte Rötung der Haut sowie ein eher brennendes als juckendes Gefühl. Solche Reaktionen verschwinden normalerweise rasch wieder, sobald das betreffende Produkt nicht mehr verwendet wird.

Allgemeiner Hinweis: Zu kritischen oder sogar lebensbedrohlichen Symptomen kann es in Ihrem Salon auch kommen, ohne dass dies im Zusammenhang mit einer Produktanwendung steht. Sorgen Sie deshalb bitte dafür, dass alle Mitarbeiter sich mit den üblichen Erste-Hilfe-Maßnahmen auskennen und dass die entsprechenden Hilfsmittel (Erste-Hilfe-Kasten, Notrufnummern etc.) zur Hand sind.

Vermeidung einer allergischen Reaktion
Schon im ersten Beratungsgespräch sollten Sie Ihre Kunden fragen, ob sie gegen irgendetwas allergisch sind oder ob ihre Haut schon einmal auf Kosmetikprodukte, Henna und/oder dauerhafte Tätowierungen oder Permanent-Make-up reagiert hat. Vergewissern Sie sich, dass die Kopfhaut der Kunden weder gereizt noch irgendwie vorgeschädigt ist; denn sollte dies der Fall sein, verzichten Sie besser auf eine Farbbehandlung.

Vor jeder Produktanwendung sollten Sie mit den Kunden einen Allergieverdachtstest (AAT) oder eine andere Einschätzung (Fragebogen) durchführen. Das gilt nicht nur für Neukunden, denn auch Stammkunden können im Lauf der Zeit eine Allergie gegen einen bestimmten Wirkstoff entwickeln. Beachten Sie bitte, dass der Allergieverdachtstest 48 Stunden vor der Farbbehandlung durchgeführt werden muss. Das kann zwar etwas lästig sein, aber wenn Sie den Kunden eine gute Begründung dafür liefern, werden diese in den meisten Fällen für die professionelle und umsichtige persönliche Betreuung dankbar sein. Wichtig ist auch zu wissen, dass das Ausbleiben einer Reaktion auf den Allergieverdachtstest keine Garantie dafür ist, dass auch bei künftigen Farbbehandlungen eine allergische Reaktion ausbleibt. Dennoch ist dieser Test eine wichtige Sicherheitsmaßnahme. Weisen Sie Ihre Kunden darauf hin, dass er oder sie im Zweifelsfall einen Arzt befragen sollte.

Legen Sie für alle Kunden eine Karteikarte an, auf der Sie alle relevanten Angaben hinterlegen, die Sie durch die hier empfohlenen Maßnahmen über sie erfahren haben. Datum und Ergebnis des Allergieverdachtstest oder einer anderen Form der Einschätzung gehören natürlich auch auf diese Karte. Gegebenenfalls lassen Sie sich von den Kunden durch Unterschrift bestätigen, dass eine Beratung stattgefunden hat.

Zu den von uns empfohlenen Angaben gehören:

  • Datum der Farbbehandlung
  • Allergische Reaktionen in der Vergangenheit (Temporäre Henna-Tattoos, Make-up, Haarfärbemittel)
  • Beschaffenheit von Kopfhaut und Haar
  • Datum und Ergebnis des Allergieverdachtstests
  • Verwendetes Produkt (Marke, Farbton, Chargencode und Mischungsverhältnis)

Erkennen und Behandeln von allergischen Reaktionen
Bitte befolgen Sie stets die vorgegebenen Sicherheitshinweise und die Hinweise der Gebrauchsanweisung, damit Ihnen der richtige Umgang mit den Produkten bei Ihrer täglichen Arbeit im Salon zur Gewohnheit wird. Wir empfehlen außerdem, für alle Kunden eine Karteikarte anzulegen, auf die Sie immer wieder zurückgreifen können. Ein professionell geführtes Beratungsgespräch mit Ihren Kunden sollte wesentlicher Bestandteil sämtlicher Schwarzkopf Professional-Farbbehandlungen werden.

Wenn Sie sich an die obigen Richtlinien halten, können Sie eine unerwünschte Nebenwirkung schon in einem frühen Stadium erkennen. Falls Sie eine entsprechende Reaktion bemerken, brechen Sie die Behandlung sofort ab und spülen Sie das Produkt mit lauwarmem Wasser aus dem Haar und von der Kopfhaut ab. Verwenden Sie bei dem Kunden bzw. der Kundin auch in Zukunft keine Haarfärbemittel und vermeiden Sie bei anhaltenden Symptomen auch die Anwendung anderer Produkte. Wenn sich die Symptome nicht rasch bessern, schicken Sie den Kunden bzw. die Kundin, zum Allgemeinmediziner oder Hautarzt.

Denken Sie bitte immer daran, unerwünschte Produktwirkungen jeder Art sowohl im Salon zu vermerken als auch unser Professional Partner Service Team über das Auftreten von Unverträglichkeiten zu informieren.